Tonlager und Becken

An dieser Stelle des Altenburger Plateaus fanden sich bei den Ausgrabungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrere Holzkonstruktionen und das so genannten Tonlager. Es liegt zwischen zwei 60 m langen, parallelen Erdaufschüttungen. In seinem Untergrund haben Bohrungen anstehenden Ton nachgewiesen. Ob hier tatsächlich Ton entnommen wurde, wird angezweifelt.

Östlich des „Tonlagers“ fand sich ein Stück befestigten Wegs in Richtung Norden, unter dem ein späteisenzeitliches Kesselgehänge lag. In unmittelbarer Nähe zum „Tonlager“ fanden sich drei eingetiefte Holzkästen, von den Ausgräbern Becken genannt. Es handelt sich um holzverschalte Gruben, deren sämtliche Konstruktionsmerkmale nicht durch Nägel zusammengehalten werden. Die Becken sind rechteckig bis trapezoid angelegt. Ihre durchschnittliche Größe beträgt 5 x 7 m, die Tiefe etwa 1,70 m. Eine Bodenverschalung ist teilweise nachgewiesen.

In den Becken hat sich Staunässe gebildet und damit gute Erhaltungsbedingungen für Holz geschaffen. Eines der Becken konnte dendrochronologisch  auf das Jahr 193 v. Chr. Datiert werden. Es stammt aus der Anfangszeit der eisenzeitlichen Besiedlung.

Neben den konstruktiven Elemente konnten außerdem hölzerne Geräte und Bretter, eine Holzschale und ein Türflügel geborgen werden. Die Jahresringe dieser Tür, die aus einem Eichenbrett gefertigt ist, geben einen Hinweis auf das Alter des Holzes: Der Baum wurde im Jahr 101 v. Chr. Gefällt. Ob die Becken als Zisterne oder zur Tonaufbereitung diensten, ist ungeklärt.