N 7 - „Chattenpfad“, - Rundweg durch alle Stadtteile

ca. 17 km, 5 Stunden Gehzeit, Höhenunterschied 130 m, leicht zu gehen.


Start erfolgt an der Infotafel am Obertor in Niedenstein. Der N7 verbindet die Orte im Herzen des Chattengau. Der Weg führt aufwärts über die Kasseler Straße bis zur Einmündung Berliner Straße, an der Teichanlage vorbei, zur Schönen Aussicht und dem Rehwiesenweg hoch. Am Waldrand entlang in das Waldgebiet, gleich links abbiegen, gehen geradeaus auf einem Wald-
pfad weiter und erreichen nach ca.200 Metern die Straße nach Baunatal, folgen dieser ein paar Meter nach links und gelangen auf dem nächsten Wiesenweg rechts nach Ermetheis, dem kleinsten Stadtteil. Der geschützt in einer Mulde liegende Ort ist im frühen Mittelalter als Rodedorf entstanden, war später landgräfliches Kammerdorf und wurde 1344 erstmals urkundlich erwähnt. Der Wanderweg führt durch das Neubaugebiet die Langenberg-, Germania- und Heinrich-Heine -Strasse abwärts in den alten Dorfkern, zur Dorfkirche.
Hier beginnt der N7a, der auf geradem Weg nach Metze verläuft (s. ges. Beschreibung). Wir halten uns an der Kirche links und folgen weiter dem Zeichen N7, wandern durch ein schönes Wiesental und treffen unterhalb des „Schweinsberg“ auf die Route des N2. Die beiden Wege verlaufen gemeinsam durch das „Elsterloch“ bis zur Wegegabelung unterhalb des Bilstein. Hier gehen wir auf dem gut ausgebauten Fahrweg nach rechts leicht abwärts, überqueren die Landstraße nach Besse und erreichen den Wanderparkplatz „Gestecke“.
Der Weg führt nun geradeaus weiter durch den hohen Laubwald des Gudensberger Stadtforstes. Nach ca. 500 m liegt rechts am Weg das „Lautariusgrab“, ein Steinkistengrab aus der Jungsteinzeit. Zusammen mit den dahinter versteckt im Wald liegenden Hügelgräbern der Bronzezeit der Beweis, dass wir uns auf 4.000 Jahre altem Siedlungsgrund bewegen. Ein kurzes Stück nachdem wir den „Landgrafenborn“ (Quelle mit Schutzhütte) passiert haben, verläuft der Fahrtweg eine kurze Strecke am Waldrand. Sobald wir an den Waldrand kommen, sofort im spitzen Winkel rechts ein Stück am Waldrand zurück, dann links auf einem grasbewachsenen Feldweg zum „Junkerskopf“, einem Basalthügel im freien Feld. Die Sitzgruppen an der Grillhütte laden zur Rast mit schönem Ausblick ein, bevor wir über den asphaltierten Zufahrtsweg unser nächstes Ziel, den ältesten Stadtteil - Metze - rreichen. Auf der Friedrich-Ebert-Straße kommen wir durch das Neubaugebiet in den alten Ortskern, der
bereits im Jahre 817 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda erstmals erwähnt wird. Rechts kurz über die Gudensberger Str., links Mittelweg, rechts Kirchweg, vorbei an schönen, alten Bauernhöfen, der Kirche und dem sehenswerten Fachwerkbau des Pfarrhauses gelangen wir über die Matzoff zur
Gleicher Straße (rechts). Nach ca. 200 m verlassen wir die Straße nach rechts, wandern auf einem Feldweg über den Bergrücken oberhalb der Matzoff auf geradem Weg nach Kirchberg und dort durch den Lerchenweg, am Sportplatz vorbei zur Bergstraße. Von hier aus lohnt sich ein Abstecher auf den 306 m hohen Wartberg, der durch vorgeschichtliche Funde (Wartbergkultur) bekannt wurde und wahrscheinlich eine Kult- und Opferstätte war. Wir verlassen den N7, steigen auf einem Feldweg empor
zum Rundweg und bleiben auf diesem, da der gesamte Berg als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Von hier oben haben wir einen sehr schönen Blick nach Südwesten in die Ebene nach Fritzlar. Zurück gehen wir den gleichen Weg und erreichen wieder unseren N7, der uns über den Kiesweg zum Gutshof und dem Bergtor mit dem sehenswerten kleinen Heimatmuseum führt. Das Gut war bis 1661 Sitz der „Hundt zu Kirchberg“ und später der Freiherren von Buttlar. Diese übten auch das Patronat über die hoch auf dem Berg stehende Kirche aus, wo bei Instandsetzungsarbeiten 1979/80 interessante Funde zu Tage gefördert wurden. Die Exponate werden im Regionalmuseum Fritzlar aufbewahrt. Der Ort selbst wurde bereits 1021 in Verbindung mit dem Mönch, Priester und Heiligen Heimerad ( Heimerad, auch Heimered,
Heymerad, Hemerad etc.) erstmals urkundlich erwähnt. Vom Bergtor steigen wir hinab zur Emstalstraße und folgen dieser nach rechts. Vorbei an dem alten
Backhaus (eines der letzten in Nordhessen) und prächtig renovierten Fachwerkhäusern verlassen wir Kirchberg auf der Landstraße in Richtung Niedenstein. An der Friedhofsmauer biegen wir auf dem ersten Weg links ab. Der Weg, auf dem wir nun weiterwandern, wird im Volksmund der „Pater Pfad“genannt, weil er vermutlich früher von den Mönchen des Klosters Merxhausen benutzt wurde. An der Waldecke führt unser Wanderweg nach rechts, etwas ansteigend, am Waldrand entlang. Nach ca. 800m kommen wir an ein nicht ausgebautes Wegstück (Achtung, auf Markierung achten!), erreichen aber bald wieder den festen Weg, der uns ins Tal der Wiehoff bringt, die wir auf einer Brücke überqueren. An der nächsten Wegekreuzung treffen wir auf die Route des N4 und erreichen nach ca. 500 m unser letztes Etappenziel: Wichdorf. Im Jahre 957 erstmals urkundlich erwähnt und somit der zweitälteste Stadtteil, war Wichdorf ebenfalls Sitz alter Adelsfamilien. Nach den „Wackermauls“ waren bis zum Jahre 1631 die „Hess von Wichdorf“ die Herren des Dorfes. Wir verlassen kurz unseren Wanderweg nach links und kommen an der Kirche vorbei zur „Burg“. Das in 1574 errichtete Gebäude mit dem angebauten, halb- runden Treppenaufgang war eine typische Behausung ländlichen Adels und wird heute noch für
Wohnzwecke genutzt. Über die Chatten-, Falkenstein- und Schulstraße kommen wir zur Einmündung der Wiehoffstraße und auf dieser entlang der Niedensteiner Neubaugebiete zur Lindenstraße und Hauptstraße zurück zu unserem Ausgangspunkt.