Altenburg

 

Kurz die wichtigsten Daten zur Geschichte der Altenburg


Die Ausgrabungen in den Jahren 1905 bis 1913 erbrachten Aufschlüsse über Art und Größe der Burganlage und die Erkenntnis, dass es sich hier nicht nur um eine der damals üblichen Fliehburgen handelte. Der untere Erdwall von 2,5 km Länge umfasste eine Fläche von ca. 70 ha und dürfte als Fluchtburg gedient haben. Das auf 15 ha dicht besiedelte und ständig bewohnte Plateau war mit Steinwällen und Palisaden sowie durch eine Doppeltoranlage gesichert.

Die Ausgrabungen ergaben weiterhin, dass die Anlage durch Brand vernichtet wurde (verkohlte Palisaden und Hauspfosten). Jahrzehntelang war man der festen Überzeugung, das von dem römischen Geschichtsschreiber Tacitus erwähnte und von dem Feldherrn Germanicus im Jahre 15 n.Ch. zerstörte Mattium, den Hauptort des Stammes der Chatten, gefunden zu haben. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen beweisen allerdings, dass die Burg bereits 50 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung zerstört wurde. Die umfangreichen und z.T. einmaligen Grabungsfunde werden im Hess. Landesmuseum in Kassel aufbewahrt.

Unseren Aufenthalt an der Schutzhütte sollten wir zum Studium der dort angebrachten Bild- und Schrifttafeln nutzen, denn die vergangenen 2.000 Jahre haben für das ungeübte Auge des Wanderers fast alle Spuren der großartigen Anlage verwischt.